Trainingslager Türkei 2015, Tag 3

Freitag, 27.02.2015

Da einige Mannschaftsmitglieder in der Nacht von Donnerstag auf Freitag das türkische Nachtleben inspiziert haben, gab es bereits am Freitagmorgen eine verkaterte Stimmung am Buffet. Es wurde ausgiebig darüber diskutiert ob man uns am vorherigen Abend einen qualitativ hochwertigen oder eher eine sogenannte „Pfütze“ als Raki servierte. Die Meinungen sind bis heute verschieden...

Das darauffolgende Morgentraining war in der Kategorie „locker“ einzuteilen. Mit diversen Übungen feilten wir an unserer Schusstechnik. Teils mit größerem und teils mit weniger großem Erfolg. Für unseren Torhüter wurde das Schusstraining zu einer regelrechten Tortur. Zuerst zielte unsere Nummer 17, Stefan Bestler, mit seinem Hüftknochen direkt auf den Kopf von MB. Volltreffer..... Knock-out! Als man MB mit vereinten Kräften wieder zusammen geflickt hatte ging es leider im gleichen Stil weiter. Unser Sturmtank, Daniele Luzza,  versuchte sein Glück ebenfalls. Das Tor wurde zwar verfehlt, MB jedoch hatte auch nach dieser Aktion ein schmerzverzehrtes Gesicht aufzuweisen. Diesmal mussten die Finger dran glauben, welche unter Dani’s Nockenschuhe regelrecht zerstampft wurden. Viel mehr gibt es von diesem Training nicht zu berichten. Die Bäuche waren leer und dementsprechend der Kohldampf groß.... Zeit fürs Mittagessen und für etwas Ruhe vor dem Match am Nachmittag.

Pünktlich um 1445 traf sich das ganze Team im „Conference Room“ zur Matchbesprechung. Da unser Gegner ein ukrainisches Spitzenteam hätte sein sollen, gab es grundsätzlich nicht viel zu sagen. Ziel der Übung war viel laufen, sich gut verkaufen und Freude am Fußball. Anschließend noch ein kleiner Abstecher auf die Hotelzimmer um die nötige Ware einzupacken und sich das Trikot überzuziehen. Als dann die ganze Mannschaft startklar und voller Tatendrang bereit stand, kam die unerwartete Meldung dass der Match nicht stattfinden wird. Grund: Forfait der Ukrainer. Für uns hieß das ein klares 3:0 und international weiterhin eine weiße Weste im 2015.  Für uns war nun klar, Match Tenue ab, Trainings Montur an und schon ging es mit dem Car wieder auf den Trainingsplatz. Das zweite Training war dann jedoch um einiges laufintensiver als das erste, da man ja denn verpassten Match irgendwie kompensieren musste. Etwas blieb im Vergleich zum Morgentraining jedoch unverändert.... MB’s Kopf wurde nämlich auch am Nachmittag in Mitleidenschaft gezogen. Ein Schuss traf unseren, in dem Moment nicht achtsamen Torhüter mit voller Wucht am Kopf und besorgte ihm den nächsten Brummschädel. Aber die Aufgabe war erfüllt, der Ball war nicht im Tor.

Mit dem Satz „Hüt isch en scheiss Tag!!!“ war dann auch das Nachmittagstraining beendet und wir wurden zurück ins Hotel gutschiert. Nicht schwer zu erraten von wem dieser Satz kam.

Den Abend ließ man im „Dennis“ (bekannteste Bar in der Südtürkei) ausklingen. Jedoch hat man hier aus dem vorherigen Abend etwas gelernt. Man ließ sich die Rakiflasche zuerst zeigen bevor man die Runden bestellte und sich die Brühe anschließend in die Kehle goss. Geschmackstechnisch war aber komischerweise kein Unterschied bemerkbar....

Fabio Schär und Sämi Schläpfer