Rückblick Saison 2016/17

Eine Kulisse, die es sonst in der 2. Liga nicht gibt, fanatische Fans, die den FCW meist lautstark anpeitschten, eine junge und hungrige Mannschaft, die den Ligaerhalt unbedingt wollte und ein Trainer, der während 5 Jahren unbändigen Einsatz und Wille für diesen Verein gezeigt hat. Im Endeffekt eine Saison mit Hochs und Tiefs, die aber zugunsten von Wisi mit einem „Happy-End“ zu Ende ging..

 

Ein Laie hätte nach dem letzten Spiel gegen Schaffhausen meinen können, der FCW hätte die Meisterschaft gewonnen. Jubeltrauben, Feierszenen, Bier und Fans, welche die Mannschaft feierte und mit Applaus bejubelte. Wiesendangen wie es leibt und lebt.

Der FCW hatte es geschafft in der Liga zu bleiben, obschon manch ein Kritiker, Wiesendangen bereits in der Winterpause als Absteiger handelte.

Am Ende dieser umkämpften Saison darf man nach dem verdienten Klassenerhalt stolz sagen, dass mit Wisi immer zu rechnen ist.

 

Down and Up

Niederlage beim späteren Absteiger Töss, Last Minute Gegentore in Seen und Bülach. Viele Chancen, keine Tore. Eine Hinrunde zum vergessen aus Wiesendanger Sicht.

Zu viel wurde unentschieden gespielt, zu wenig das Tor getroffen und zu oft mit dem Schiedsrichter oder den Umständen gehadert.

Obwohl die Mannschaft oftmals ansprechende Leistungen zeigte, reichte dies meist nicht zum Sieg. Ausgerechnet in Küsnacht klappte es endlich. Nino Brehm hatte damals die schwarz-weissen Farben in der 90 Minute erlöst. Die Freude war nicht in Worte zu fassen, was nach den vielen sieglosen Spielen nicht überraschend war. Von dort an, ging eine beachtliche Serie los, denn es schafften danach lediglich das aufsteigende Dübendorf und die Überraschungsmannschaft aus Diessenhofen gegen den FCW einen Sieg einzufahren.

Auch die Derbyangst wurde überwunden. Töss, Veltheim und Phönix Seen verliessen den Rietsamen allesamt als Verlierer. Letztere wurden in einem unglaublichen Finish bezwungen, wodurch Fabio Brehms Tor in der 95. Min wohl in die Vereinsgeschichte einging – ein unbeschreiblich geiler Moment!

Ich wage gar zu behaupten, dass der Sieg der Mannschaft neuen Glauben schenkte, dass noch so viel möglich sein würde in der noch jungen Rückrunde.

 

Mit 23 Punkten in der Rückrunde schnitt „Wisi“ als Dritter der Rückrundentabelle ab, was im Ausblick auf die nächste Saison Spannung und Zuversicht erwarten lässt.

Das erstaunlichste an der Rückrunde war, dass das Team trotz den vielen, eingefahrenen Punkten bis zum letzten Spieltag kämpfen musste, um die Mission #unabsteigbar in die Tat umzusetzen. Es war die ultimative Spannung. Besonders nach dem gewonnen geglaubten Spiel gegen Bülach, in welchem der Gast noch zwei Tore in den letzten 5 Minuten schoss und den FCW auf den Boden der Realität versetzte, war die Verunsicherung wieder vermehrt zu sehen. Auch die späteren „Finalspiele“ gegen Gossau und Küsnacht konnten nicht gewonnen werden, wodurch sich die Mannschaft vor dem letzten Spiel gegen Schaffhausen unter dem Strich wiederfand. Somit blieb lediglich das Spiel gegen Schaffhausen, welches mit einer Energieleistung gewonnen werden konnte. Nuno Mendes glänzte mit 2 Toren, Gianni Lavigna verabschiedete sich mit einem Sieg in der Tasche zu einem anderen Verein (Club der Redaktion bekannt)*, sowie dem verdienten Nichtabstieg und Wiesendangen feierte.

Nicht einen Einzelspieler, nicht seinen Trainer, sondern den Star: Die Mannschaft.

Die Mannschaft bedankt sich in diesem Sinne bei der gesamten FCW-Family, den Sponsoren, Matchballspendern und Goalgöttis für ihre Unterstützung und freut sich bereits auf die nächste 2. Liga Saison!

 

 

*aus leserfreundlichen Gründen wird der neue Verein besser nicht genannt