Der FCW vor dem Start einer "speziellen" Rückrunde
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Der FCW vor dem Start einer "speziellen" Rückrunde

Am Samstag startet der FC Wiesendangen mit dem Heimspiel gegen Brüttisellen in die Rückrunde. Er tut dies im Wissen, gleich acht seiner 13 Frühjahrs-Partien auf dem Rietsamen austragen zu dürfen.

Ob dieser besondere Umstand nun in Anbetracht von Spielstil, Platzverhältnissen und weiteren Faktoren ein entscheidender Vor- oder gar Nachteil für den FCW darstellt, wird sich erst weisen müssen. Zu sagen ist einfach mal, dass ein Spielplan mit vier Heimpartien "en suite" zwischen Ende April und Mitte Mai ein spezielles Novum in der jüngeren Vereinsgeschichte darstellt. Die ersten drei davon sind gleichwohl waschechte Derbys – erst empfängt man Töss, alsdann wartet Veltheim im Rahmen eines "Super Saturdays" auf, und im Anschluss fährt Seuzach auf den Rietsamen.

Erstmals seit Jahren reiste unser "Eins" für ein Kurz-Trainingslager in Ausland und absolvierte einen Teil seiner Vorbereitung im sonnigen Portugal. Was die Zusammensetzung des Kaders anbelangt, wird beim FCW auch nach dieser Winterpause – wie inzwischen hinlänglich bekannt – auf Kontinuität und Stabilität gesetzt. Luca Spännis Wegfall, der leider seine Karriere beenden muss, konnte durch den Neuzugang von Domenico Carnuccio aus Brüttisellen aufgefangen werden. Das aufgrund von Verletzungen weiterhin dezimierte Anwärterfeld für die Aussenverteidigerpositionen wurde derweil um den jungen Gian Meili aus Frauenfeld ergänzt.

Was ist in Anbetracht der Tabellenlage – Zwischenrang fünf hinter dem Spitzenquartett – von der anstehenden Frühjahrsrunde und dem FCW zu erwarten? Trainer Fabian Graf formuliert es einfach mal so, dass "mehr Konstanz vonnöten ist, wenn wir uns nach oben orientieren möchten". In den zehn Zweitliga-Spielzeiten seit dem Aufstieg 2014 verzeichnet der FCW einen Punkteschnitt von im Mittel etwas mehr als 1.4, mit zwei Ausreissern nach oben – "aus dieser Bandbreite möchten wir ausbrechen und uns langfristig oben festsetzen", fügt Graf an.

Die angesprochene, noch nicht gänzlich etablierte Konstanz lässt sich auch mit Zahlen aus der Hinrunde belegen: So "solide" (Graf), wie das erste Halbjahr in der Zwischenbilanz notiert werden durfte, so inkonstant kam es zustande: Nur zweimal reihte man an einen Sieg einen nächsten, drei Vollerfolge hintereinander gelangen nie. Immerhin – auf jede einzelne der fünf Meisterschaftspleiten reagierte man sogleich mit einem "Dreier", was für ein funktionierendes Mannschaftsgefüge spricht. Einer wie Kapitän und Altmeister Robin Oehninger schätzt die Lage vor dem Start so ein: "Nach einer guten Vorbereitung mitsamt erfolgreichem Trainingslager fühlen wir uns bereit – wir wollen als erster Verfolger des Spitzenquartetts den Abstand verkürzen und gleichzeitig unsere Heimbilanz aufbessern."

Sollte eine ähnliche, wohl noch selten gesehene Verletztensituation wie in der vergangenen Rückserie diesmal ausbleiben, darf man dieser Truppe durchaus zutrauen, sich im ersten Drittel des Tableaus festzusetzen und vielleicht gar den einen oder anderen aus dem favorisierten Feld zu ärgern. Eines steht fest: Mit nunmehr acht Heimspielen, davon drei Super Saturdays, steht der Wiesendanger Fangemeinde ein aufregender Fussballfrühling bevor.