Glanzlos, aber gewonnen: Wiesendangen triumphiert mit Last-Minute-Tor
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Glanzlos, aber gewonnen: Wiesendangen triumphiert mit Last-Minute-Tor

Am Samstagabend, 26.10.2024, trat die "Eisheit" auswärts beim letztjährigen Aufsteiger FC Thayngen an. Auf dem tiefen, herbstlich durchweichten Rasen des Sportplatzes Stockwiesen war bereits vor Anpfiff Stimmung: Eine lautstarke Gruppe junger Thayngen-Fans sorgte mit Trommeln und Megafon für Heimspiel-Atmosphäre. Um 18:00 Uhr begann das Spiel unter Flutlicht.

Die Bedingungen auf dem Platz machten ein sauberes Passspiel schwer, und beide Teams taten sich zunächst schwer, ihr Spiel aufzubauen. Wiesendangen, in der Favoritenrolle, versuchte früh Druck zu machen, doch auch Thayngen kam immer wieder gefährlich in die Nähe von Roman Meiers Tor. Mitte der ersten Hälfte übernahmen die Schwarz-Weissen zunehmend die Initiative und drängten energisch auf den Führungstreffer. Trotz vielversprechender Chancen und einem stark parierenden Thayngener Keeper fehlte das letzte Quäntchen Glück. In der 25. Minute vergab Wiesendangen eine hundertprozentige Gelegenheit: Ein Handspiel eines Thayngener Verteidigers auf der Linie führte zu einem Elfmeter, den Samuel Misteli jedoch nicht verwandeln konnte – der Torwart hielt.

Nach der Pause kam Thayngen stark zurück und ließ Wiesendangen bei zwei schnellen Angriffen zittern, aber es blieb zunächst beim 0:0. Das Spiel öffnete sich, und es war Fabio Brehm, der in der 66. Minute die erlösende Führung für die Gäste erzielte. Die Schwarz-Weissen wirkten nun kontrollierter, konnten aber Thayngens schnelle Gegenstöße nicht völlig unterbinden. In der Schlussphase erhöhte Thayngen den Druck und kam in der 81. Minute zum Ausgleich, als ein präziser Pass durch Wiesendangens Abwehr M. Egli freispielte, der den Ball zum 1:1 ins Netz beförderte.

Die letzten Minuten wurden von Fehlern und erschöpften Aktionen auf beiden Seiten geprägt. Doch in der 91. Minute, gelang Wiesendangen der Lucky Punch: Ein Eckball segelte in den Strafraum, und Sharon Schäffeler stocherte den Ball inmitten des Torhütergetümmels ins Netz – 2:1! Der Schlusspfiff sicherte der "Eisheit" den umkämpften Sieg, der jedoch mehr Spannung und Mühe abverlangte, als viele erwartet hatten.