Klassenerhalt in Wald
zurück

Klassenerhalt in Wald

Der FCW sichert sich am Samstagabend beim heimstarken FC Wald mit einem 1:1 den vorzeitigen Klassenerhalt.

Natürlich verbreitete sich im Laufe der Partie an der Laupenstrasse schnell einmal die Kunde von der Führung des SC Veltheim beim arg abstiegsbedrohten Phönix Seen. Spätestens nach dem 2:0 der Gäste auf dem Steinacker schienen die jeweiligen FCW zufrieden mit dem Punkt, den beide mathematisch gegenüber dem letzten noch zu vergebenen Abstiegsplatz absichern würde. Aus Wiesendanger Sicht war gleichwohl positiv, selbst seinen Teil zum Klassenerhalt beigetragen zu haben, trotz fremder "Hilfe": Vier Zähler innert drei Tagen in Veltheim und Wald dürfen als wohl erfreulichste englische Woche der Spielzeit in Erinnerung bleiben.

Der FCW war früh in Front gegangen in einer ersten Halbzeit, die man als unterhaltsam bewerten durfte – mit leichten Vorteilen für ihn, was klare Torchancen und spielerischen Auftritt anging. Robin Oehninger hatte sich in einer diesen Szenen auf der rechten Seite durchgesetzt und für Tobi Meli aufgelegt, der den FCW in Führung brachte. Er spielte sich Gelegenheiten für weitere Tore heraus – gleichwohl war zu sagen, auch die Gastgeber ihrerseits hätten im Laufe des ersten Durchgangs Möglichkeiten zum Ausgleich besessen.

Dass dann nur Sekunden nach Wiederanpfiff der Ball bereits im Wiesendanger Tor lag, war gewiss ein Ärgernis. Und tatsächlich geriet der FCW im Anschluss in eine Phase, in der ein zweiter Walder Treffer in der Luft lag. In der Hitze beruhigte sich später die Partie im Wissen um den Spielstand in Seen. In den Schlussminuten hätte Sharon Schäffeler seine Mannschaft zwar nochmals in Führung bringen können, doch es blieb bei der Punkteteilung, die den Grossteil der Anwesenden zufriedenstellte. Also bilanzierte auch Trainer Sokol Maliqi, "dass wir diese Ausgangslage vor ein paar Wochen definitiv mitgenommen hätten". Was er damit meinte: "Dass wir uns einen Spieltag vor Schluss definitiv retten", sei nach dieser schwierigen Rückrunde als erfreulich zu werten, wie er es formulierte.

Ziel muss nun sein, im verbliebenen Heimspiel gegen das unterdessen abgestiegene Küsnacht nochmals eine saubere Darbietung abzuliefern – und mit drei Punkten zu verhindern, den schlechtesten Schnitt seit der Spielzeit 2016/17 zu registrieren, als man unter Gianni Lavigna mit 32 Zählern auf dem elften Platz abschloss. Möglich ist tabellarisch tatsächlich noch eine Platzierung zwischen dem sechsten und elften Rang. Die Wiesendanger traten hernach in positiver Stimmung die lange Heimreise an mit dem Ziel, irgendwo in einem Public Viewing dem Auftaktspiel der Schweizer Nationalmannschaft an der WM beiwohnen zu können. Im Rückblick ist klar zu sagen, das eigene 1:1 stelle ein Remis der erfreulicheren Sorte dar als jenes der "Nati" …

Ramon Fritschi

Star man: Läuferisch trotz Hitze und englischer Woche waren mehrere Akteure herauszuheben, etwa einer wie Tobias Meli, der seit seiner Rückkehr enorme Lauf-Pensen abliefert. Dasselbe gilt für seinen Bruder Fabian. Doch aus rein spielerischer Warte ist Simon Hussherauszuheben mit einem weiteren sauberen Auftritt im Abwehrzentrum – geprägt von Lufthoheit.

Das gab zu reden: Präsident R.M. echauffierte sich lautstark über die Parkplatz-Situation auf der Anlage des FC Wald und musste vom Autor, der bekannt ist für ein ausgeglichenes Gemüt, beruhigt werden. "Kei Hektik verbreite!"

Telegramm: FC Wald 1:1 FCW (0:1)

2. Liga, 25. Spieltag

Laupenstrasse – 200 Zuschauer

Tore: 9. T. Meli 0:1, 46. 1:1.