Der FCW erkämpft sich in der abgelaufenen englischen Woche erst einen späten, aber verdienten Punkt in Glattbrugg – bevor er am Zürichsee kalt geduscht wird und Herrliberg klar unterliegt.
Noch am Mittwoch durfte man beim FC Wiesendangen zumindest einen verdienten Zähler aus dem Nachholspiel beim aufstrebenden Glattbrugg registrieren. Tobi Meli hatte sich tief in der Nachspielzeit dafür verantwortlich gezeigt, doch verdient war der Ausgleich zum 2:2 durchaus: Im zweiten Durchgang zog der FCW zeitweise fast ein Powerplay auf, das die Hausherren im eigenen Strafraum einschnürte.
Was dann am Sonntag in Herrliberg folgte, war zumindest in der ersten halben Stunde ernüchternd: Nach 47 Sekunden (!) geriet man in Rückstand, nach 25 Minuten stand das Schlussresultat (3:0) auch bereits fest. Zu einfach, zu schnell liessen sich die Wiesendanger wiederholt übertölpeln, da sie mit dem bekannten Herrliberger Pressing auf deren engen Kunstrasen Mühe bekundeten. Gleichzeitig animierte man den Gegner mit fragwürdigen Entscheiden in Ballbesitz immer wieder selbst zum Pressing.
So war die Niederlage, trotz verbesserter Darbietung nach dem dritten Gegentreffer, einfach eine logische Folge der Stärkeverhältnisse an diesem Nachmittag. Für den FCW gilt es nun, die richtigen Schlüsse aus dieser englischen Woche zu ziehen und am Freitagabend zum Auftakt des Chilbi-Wochenendes gegen Beringen eine Reaktion vor heimischem Publikum zu zeigen.
Ramon Fritschi
Das gab zu reden: Der enge Kunstrasen in Herrliberg und der FC Wiesendangen – keine Liebesbeziehung. Seit Xeno Fresnedas Schlenzer ins Glück im Cuphalbfinale 2022 vermochte der FCW einen einzigen Zähler aus dem Langacker zu entführen.
